Heizkosten sparen – mit einer Heizungsoptimierung

Fernwärmeheizung
© Stadtwerke Rosenheim

Schon kleine Veränderungen können helfen, an kalten Tagen weniger Heizenergie zu verbrauchen. Wir geben praktische Tipps für die Heizsaison und bieten allen Fernwärmekundinnen und -kunden einen kostenfreien Heizungs-Check an. Dabei prüfen unsere Fachleute die Einstellungen der Heizungsanlage und passen sie, wenn möglich, direkt an. Für größere mit Fernwärme beheizte Gebäude können Wohnbaugesellschaften und Vermietende auf Building X zugreifen – eine digitale Plattform, die anhand aktueller Betriebsdaten wertvolle Optimierungsmöglichkeiten aufzeigt.

Kleiner Dreh mit großer Wirkung

Manchmal reicht schon ein Blick aufs Heizungsthermostat: Stufe 3 entspricht bei klassischen Heizkörperreglern ca. 20 °C Raumtemperatur. Wird die Temperatur um nur ein Grad gesenkt, lassen sich laut der Verbraucherzentrale rund 6 % Heizenergie sparen. Wer dabei nicht ständig selbst die Raumtemperatur regeln möchte, kann programmierbare Thermostate nutzen. Sie senken die Temperatur beispielsweise nachts oder während der Arbeitszeit automatisch ab. Sollte ein Heizkörper gluckern und nicht richtig warm werden, kann eine Entlüftung helfen. Und wenn Heizkörper nicht hinter Möbeln oder dicken Vorhängen verschwinden, kann sich die Wärme besser im Raum verteilen. Auch beim Lüften lohnt es sich, lieber mehrmals täglich die Fenster für einige Minuten weit zu öffnen, statt sie stundenlang auf Kipp zu lassen. So wird die Raumluft ausgetauscht, ohne die Räume stark auszukühlen.

Fernwärme-Heizungs-Check: Auf die Einstellung kommt es an

Aber selbst wenn zu Hause alle Heizkörper optimal eingestellt sind, kann in der Heizungsanlage noch ungenutztes Potenzial stecken. Deshalb bieten wir unseren Fernwärmekundinnen und -kunden einen unverbindlichen Fernwärme-Heizungs-Check an. „Bei dem Check schauen wir uns zunächst die vorhandenen Verbrauchsdaten an“, erklärt Vigil Ranner, Leitung Fernwärme Netz und Anlagenbetrieb. „Anschließend kommt ein erfahrener Kollege ins Haus und prüft vor Ort die Einstellungen der Heizungsanlage.“ Heizt sie auch dann noch, wenn es draußen längst warm ist? Ist eine Nachtabsenkung aktiv? Passt die Heizkennlinie – also die Regelung, wie warm das Heizwasser abhängig von der Außentemperatur sein soll? Und wie sieht es bei den Heizpumpen und der Hydraulik aus? Wo es möglich und sinnvoll ist, passt das Stadtwerke-Team die Einstellungen direkt vor Ort an.

„Im Anschluss erhalten die Eigentümerinnen und Eigentümer unseren Bericht per E-Mail“, sagt Marc Ries, Fernwärme Anlagenbetrieb/Optimierung. „Was wurde angepasst? Wo bieten sich weitere Möglichkeiten, um die Anlage noch effizienter zu betreiben? Das und mehr ist darin zu lesen. Und das Beste: Der Heizungs-Check ist für unsere Fernwärmekundinnen und -kunden kostenfrei und einfach auf unserer Webseite buchbar.“

Hier geht’s zur Buchung des Heizungs-Checks

Anlagenoptimierung in großen Gebäuden – Building X

Bei größeren Wohngebäuden, die mit Fernwärme versorgt werden, gehen wir noch einen Schritt weiter. „Wir setzen auf die digitale Plattform Building X von Siemens“, erklärt Mihan Ghawami, Leitung Netzplanung und Bau. „Damit können wir Heizungsanlagen-Ferndiagnosen durchführen und die Systeme rund um die Uhr überwachen. So lassen sich z. B. auffällige Rücklauftemperaturen erkennen, die auf eine nicht optimal eingestellte Anlage hinweisen. Und Verantwortliche können damit Entwicklungen schon während des laufenden Betriebs digital verfolgen, statt auf unsere Jahresabrechnung warten zu müssen.“

Die nächste Stufe: Unterstützung durch KI

Für Hausverwaltungen und größere Fernwärmekunden entwickeln wir darauf aufbauend weitere Möglichkeiten, den Energieverbrauch ihrer Gebäude vorausschauend zu betrachten. Dabei werden präventive Frühwarnungen möglich, weil Building X Anomalien automatisch erkennen kann. Auch die vorausschauende, KI-gestützte Optimierung der Anlagenperformance ist geplant. So kann die Heizungsregelung z. B. auch Wetterdaten berücksichtigen und mithilfe künstlicher Intelligenz den Wärmebedarf prognostizieren. „Diese beiden Building X-Funktionen sind bei uns noch nicht im Einsatz – wir erarbeiten sie mit Siemens individuell für die Belange unserer Großkundinnen und -kunden“, berichtet Andreas Ziehut, Bereichsleitung Technische Dienste. „Denn wer weiß, wo Wärme unnötig verbraucht wird, kann gezielt dagegen etwas tun.“