Kraft-Wärme-Kopplung Erzeugungsanlage der STadtwerke Rosenheim

Kraft-Wärme-Kopplung

Unsere Kraftwerke liefern Strom plus Wärme

Der größte Teil des Energiebedarfs in Deutschland entfällt auf die Wärme. Doch zugleich bleiben gewaltige Mengen an Wärme ungenutzt: die Abwärme, die in Kraftwerken als Nebenprodukt der Stromerzeugung entsteht. Die Stadtwerke Rosenheim haben dieses Potenzial schon in den 1960er-Jahren erkannt. Damals haben wir damit begonnen, die Abwärme aus unserem Müllheizkraftwerk über ein Fernwärmenetz zu unseren Kunden zu leiten.

Seitdem haben wir diesen Weg konsequent fortgesetzt: Wir haben in effiziente Gasmotoren mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) investiert, die neben Strom zugleich auch Wärme erzeugen. Auf diese Weise nutzen wir den Energiegehalt der Brennstoffe für die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme aus. Zugleich haben wir unser Fernwärmenetz stetig erweitert, um noch mehr Kunden mit Fernwärme versorgen zu können.

Mit unserem Querverbund – der Versorgung mit Strom und Fernwärme aus einer Hand – schaffen wir Möglichkeiten, Strom- und Wärmeerzeugung miteinander zu verbinden und die Energieversorgung weiterzuentwickeln. Diese Chance werden wir auch künftig nutzen: Die Stadtwerke Rosenheim verfolgen das Ziel, die CO₂-Emissionen der Strom- und Wärmeversorgung schrittweise zu reduzieren. Zur Weiterentwicklung der Strom- und Wärmeversorgung sind unter anderem Investitionen in zusätzliche KWK-Anlagen und der weitere Ausbau des Fernwärmenetzes vorgesehen.

Die Versorgung mit Fernwärme bietet unseren Kunden wirtschaftliche Vorteile: Im Vergleich zu einer eigenen Öl- oder Gasheizung entfallen beispielsweise die Investition in einen Heizkessel und der Aufwand für dessen Wartung.

Die Fernwärmeerzeugung in Rosenheim ergänzt die lokale Energieversorgung und reduziert die Notwendigkeit dezentraler Heizungsanlagen. Davon profitieren auch Unternehmen und Beschäftigte in der Region.

Weiter Informationen zur Fernwärme

Flexible Strom- und Wärmeerzeugung zur Integration erneuerbarer Energien

Unsere Gasmotoren können flexibel eingesetzt werden. Sie lassen sich innerhalb von nur fünf Minuten vom Stillstand bis zur Volllast bringen. Ein Großkraftwerk braucht dafür viele Stunden.

Diesen Vorteil nutzen wir, um die Integration der erneuerbaren Energien in das Energiesystem voran zu treiben. Es kommt zum Beispiel mitunter vor, dass die Solaranlagen weniger Strom als erwartet erzeugen, weil plötzlich dunkle Wolken aufziehen. Dann setzen wir die Leistung unserer Gasmotoren kurzfristig herauf und gleichen so das Defizit aus.

Umgekehrt schalten wir die KWK-Anlagen ab, wenn viel Strom aus erneuerbaren Energien zur Verfügung steht. Da wir in der Pflicht sind, unseren Kunden neben Strom auch Fernwärme zu liefern, haben wir vier große Wassertanks als Wärmespeicher errichtet. Sie springen ein, wenn wir die Gasmotoren herunterfahren.

Sonnenuntergang über den Solarplatten
© 2018 ZCOOL HelloRF/Shutterstock

Kraft-Wärme-Kopplung: Strom und Wärme gemeinsam

Mit unserer KWK-Strategie setzen wir auf die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme. Dabei stehen insbesondere diese drei Aspekte im Mittelpunkt:

  • Abwärme nutzen: Die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme wird für die Versorgung unseres Fernwärmenetzes genutzt.
  • Erneuerbare Energien integrieren: Unsere Erzeugungsanlagen und das Fernwärmesystem werden so weiterentwickelt, dass erneuerbare Energien in die Energieversorgung integriert werden können.
  • Energie effizient erzeugen: Durch die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme kann der eingesetzte Brennstoff mehrfach genutzt und die vorhandene Energie effizient verwertet werden.