Fernkälte

Mit Fernkälte geht Abkühlung besser

Durch nachhaltige Stärkung der regionalen Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Bayerns des EFRE-Programms noch mehr.

Kälteversorgung der Stadt Rosenheim

Die Stadtwerke Rosenheim errichten aktuell ein Fernkältenetz in der Innenstadt von Rosenheim für die öffentlichen und städtischen Gebäude. Bisher gibt es einzelne dezentrale Kälteanlagen wie z. B. im Kultur- und Kongresszentrum (KUKO). Die Erzeugung der Kälte erfolgt dabei vorzugsweise durch Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung. Durch die Nutzung von Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung kann gegenüber bestimmten konventionellen Kälteerzeugungsverfahren eine Reduzierung des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen erreicht werden.

Fernkälteprodukte

Die Planung

Die SWRO planen langfristig eine Versorgung mit Fernkälte der gesamten Innenstadt von Rosenheim. Aufbauend auf dem EFRE-geförderten Kältekonzept der Stadt Rosenheim, geht im Jahr 2021 das erste (Teil-)Netz an den Start, weitere innerstädtischen Potentiale können dadurch erschlossen werden.

In einigen Büro- und Geschäftsgebäuden sind weitere Anlagen mit strombetriebenen Kompressoren vorhanden, bei denen noch nicht mehr zugelassene Kältemittel zum Einsatz kommen. Solche erneuerungsbedürftigen Anlagen können durch den Anschluss der Gebäude an das neue Kältenetz ersetzt werden.

Kälteanlage Bahnhof Rosenheim
Kälteanlage auf dem Dach des Rosenheimer Bahnhofs

Wertschöpfung

  • Nach den Berechnungen des zugrunde gelegten Kältekonzepts können gegenüber der bisherigen dezentralen Kälteversorgung rund 147,3 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart werden
  • Bis zu 90 % geringerer Strombedarf im Vergleich zu bestimmten elektrisch betriebenen Kompressionskälteanlagen (abhängig von den Betriebsbedingungen)
  • Reduzierung beziehungsweise Vermeidung bestimmter klimaschädlicher Kältemittel im Vergleich zu bestehenden Anlagen
  • Minimale Kälteverluste (< 0,45 %)
  • Nutzung der Wärme aus dem Müllheizkraftwerk auch im Sommer

Für das EFRE-Programm „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ Bayern 2014–2020 stehen EU-Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von insgesamt ca. 495 Mio. Euro zur Verfügung. Die übergeordnete Leitidee des bayerischen EFRE-Programms lautet: Nachhaltige Stärkung der regionalen Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Bayerns. Die Bayern hierfür zur Verfügung stehenden EFRE-Mittel tragen daher dazu bei, gleichwertige Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen in ganz Bayern zu sichern.

Allgemeine Informationen über die EFRE-Förderung in Bayern stehen unter efre-bayern.de zur Verfügung.