Von der Senkung der Wasserverluste über den Schutz der Artenvielfalt bis hin zur Weiterentwicklung des eigenen Umweltmanagements: Die Stadtwerke Rosenheim setzen viele Maßnahmen für den Umwelt- und Ressourcenschutz um. Wie diese überprüft werden und welche Ergebnisse bereits erreicht wurden, zeigt ein Blick in die aktuelle Umwelterklärung.
Hinter vielen kleinen Verbesserungen steckt ein großes System
Wenn Sie den Wasserhahn aufdrehen, erwartet Sie stets frisches Trinkwasser. Wenn Sie den Wertstoffhof besuchen, wollen Sie schnell, gezielt und sicher Ihre Abfälle entsorgen. Nur zwei Beispiele – aber genau für diese reibungslose Ver- und Entsorgung arbeiten wir Tag für Tag. Und dabei fragen wir uns immer wieder: Wie können wir unsere Leistung weiter optimieren? Wo können wir mögliche Umweltbelastungen noch stärker vermeiden? Wo lassen sich Ressourcen noch besser schonen?
Um diese Fragen zu klären, lassen wir unser Unternehmen regelmäßig im Rahmen des Europäischen Umweltmanagementsystems EMAS überprüfen. Bereits seit 1997 beteiligen wir uns mit dem Müllheizkraftwerk daran, und seit 2024 ist das gesamte Unternehmen mit allen Standorten zertifiziert. „EMAS hilft dabei, unsere Energie- und Emissionsdaten zu dokumentieren und die rechtlichen Anforderungen einzuhalten“, erklärt die SWRO-Umweltmanagementbeauftragte Sibylle Groschupf-Blobner. „Dabei schauen wir jedes Jahr mit einem externen Experten genau hin, wo wir stehen, welche Maßnahmen wirklich etwas bringen und wo weitere Potenziale liegen, um uns kontinuierlich weiterzuentwickeln.“
Jeder Tropfen zählt
Ein gutes Beispiel dafür ist die Trinkwasserversorgung. Hier erkennen wir durch eine intelligente Sektorenmessung unseres Leitungsnetzes selbst kleine Leckagen. So können wir frühzeitig reagieren und die wertvolle Ressource Wasser schonen. Das Ergebnis: Innerhalb von 10 Jahren konnten die Wasserverluste auf 4,47 % gesenkt werden. Damit liegen wir unterhalb vieler Vergleichswerte: In Deutschland liegt die durchschnittliche Wasserverlustrate im Netz bei rund 6 %.
Natur schützen – direkt vor der Haustür
Bei unserer Trinkwassergewinnung achten wir auch auf eine naturnahe Pflege der Flächen im Wasserschutzgebiet. Denn gesunde Böden und eine vielfältige Natur leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Grundwassers. Außerdem entstehen dort und auf weiteren Flächen wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Dazu gehören z. B. Habitate für Zauneidechsen und Laubfrösche, selbst Nist- und Brutkästen hängen wir auf. Wo es technisch möglich und sinnvoll ist, werden zudem die Dächer unserer Betriebsgebäude begrünt. Diese Gründächer „puffern“ extreme Außentemperaturen ab und schaffen ebenfalls wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere.
Mehr Sicherheit und Komfort am Wertstoffhof
Ein weiteres Beispiel: Im Bereich Entsorgung haben wir den Komfort bei der Abfallanlieferung verbessert. Ein zentraler Infopavillon wurde errichtet – die Ansprechperson dort steht Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite und zeigt den optimalen Entsorgungsweg auf. Zudem wurden die private und gewerbliche Anlieferung getrennt. Das führt zu mehr Sicherheit bei allen, die sich auf unserem Wertstoffhof aufhalten.
Und weiter geht’s
Auch bei unserem Fuhrpark stehen Veränderungen an. Fahrzeuge werden dort, wo es die betrieblichen Anforderungen zulassen, nach und nach durch E-Fahrzeuge ersetzt: Immer mit dem Ziel, die CO₂-Emissionen des Fuhrparks zu reduzieren – und unsere Umweltleistungen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Weitere Infos erhalten Sie in unserer aktuellen Umwelterklärung auf der Seite Umwelt und Ressourcen.