Reif Hausmesse

DIE ZEIT IST REiF!

Sie fragen, wir antworten

Versorgungssicherheit und Klimaschutz

rücken immer mehr in den Fokus.

Welche Auswirkungen haben die weltpolitische Lage und das verändernde Klima auf uns und die Energiewirtschaft?
Wir geben Antworten auf Ihre Fragen und bieten Ihnen umfassende Informationen rund um die Themen Energie und Klimaschutz sowie Anregungen, was wir selbst tun können.

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Wie die Energieversorgung der Zukunft aussieht, weiß niemand. Die wirtschaftliche und technologische Situation wird eine völlig andere sein als heute. Der Bedarf an Strom, Wärme und Verkehr wird sich verändern. Was wir aber wissen, ist, dass eine sichere und unabhängige Energieversorgung nur durch einen Mix unterschiedlicher Energieformen möglich ist. Je nach Bedarf und Verfügbarkeit können wir verschiedene Energiesysteme nutzen. Die Zukunft der Energie bedeutet deshalb vor allem auch Diversität.

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Wir als Energieversorger setzen alles daran, unsere Stadt sicher mit Strom und Wärme zu versorgen. Damit wir Energie liefern können, bauen wir z. B. die innovative Kraft-Wärme-Kopplung, die Fernwärme und die Holzvergasung aus und entwickeln diese weiter, setzen verstärkt Biomethan ein oder nutzen vorhandene Energiespeicher besser aus. Darüber hinaus ist unser Müllheizkraftwerk ein wichtiger regionaler Energieträger. Ob Energie sicher ist, hängt aber auch von weiteren Faktoren ab, z. B. in welchem Tempo der Ausbau erneuerbarer Energien und der Stromnetze voranschreitet.

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Egal ob Hauseigentum oder Mietwohnung, laut Statistischem Bundesamt (Destatis, 2022) verbrauchen wir die meiste Energie für Heizung, nämlich 70 %. Für die Erzeugung von Warmwasser verbrauchen wir 15 %, und auf den Betrieb sonstiger Haushalts- und Elektrogeräte entfallen 8 %. Geringer fällt dagegen die Prozesswärme aus, die hauptsächlich für das Kochen eingesetzte Energie und Beleuchtung mit jeweils 5 % bzw. 1,5 % aus. Dementsprechend liegen die größten Einsparpotenziale bei Heizung und Warmwasser.

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Weltweit steigt das Interesse an Elektrofahrzeugen. Viele bemängeln aber noch zu geringe Reichweiten bei E-Autos. Um flexibler unterwegs zu sein, muss sich die Batterieleistung der E-Fahrzeuge steigern und die Ladeinfrastruktur verbessern. Auch beim Ausbau der erneuerbaren Energien, um das Elektroauto in Zukunft „grün“ fahren zu können, gibt es Nachholbedarf. Bei der alternativen Technologie Wasserstoff- Brennstoffzellenautos sind die Asiaten ganz vorne dran. Da müssen die Europäer aufholen. Alles in allem wohl eher noch eine starre Entwicklung.

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Die Knappheit bzw. die Verteuerung fossiler Brennstoffe zeigen, dass wir unsere Versorgung in Richtung erneuerbare Energien bzw. unabhängigere Systeme lenken müssen. Rosenheim ist bei der Strom- und Wärmeerzeugung mit TÜV-zertifizierter CO2-neutraler Fernwärme, Kraft-Wärme-Kopplung oder Holzvergasung weder am Ende noch am Anfang, sondern mitten drin auf dem Weg in eine nachhaltigere Energiewirtschaft. Bis 2030 sollen 80 % des Strombedarfs in Deutschland aus erneuerbaren Energien kommen, bislang sind es etwa 50 %.

REiF Energie wird sauber

Saubere Energie bedeutet vor allem möglichst wenig CO2-Emissionen, aber auch eine gesunde Umwelt und die Schonung natürlicher Ressourcen wie z. B. Rohstoffe, Boden, Wasser und Luft. Das erreicht man bei der Energieversorgung u. a. durch den weiteren Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung und Fernwärme, die Weiterentwicklung der Holzvergasung, den verstärkten Einsatz von Biomethan oder anderer synthetischer Brennstoffe, die Verbesserung der Energieausnutzung der vorhandenen Anlagen und des Müllheizkraftwerks.

REiF Regionale Energie

Die Stadtwerke Rosenheim erzeugen etwa halb so viel Strom, wie in der Stadt gebraucht wird. Das kann allerdings je nach Marktsituation schwanken und könnte dieses Jahr (2022) deutlich abweichen. Bis 2025 soll in Rosenheim aber bilanziell so viel Strom erzeugt werden, wie vor Ort im Jahr benötigt wird. Eine autarke regionale Energieversorgung wäre zu kostenintensiv. Stattdessen ist es wirtschaftlich sinnvoll, vorhandene Überkapazitäten anderer Regionen zu nutzen. Dazu bedarf es aber auch einer verbesserten Netzinfrastruktur in Deutschland.

REiF Grüne Energie

Alle Produkte benötigen Energie für die Herstellung, den Transport, den Verkauf, die Lagerung und die Entsorgung. Diese wird auch als „graue oder unsichtbare Energie“ bezeichnet, weil nicht immer erkennbar ist, ob sie aus erneuerbaren oder fossilen Energiequellen stammt. Weil die Prozesskette bei vielen Waren ziemlich komplex ist, ist eine 100%ige Feststellung, ob graue oder grüne Energie, kaum möglich. Bei regionalen Produkten mit kurzen, transparenten Herstellungsabläufen lässt sich das eher nachvollziehen.

REiF Erneuerbare Energie

Auch wenn aufgrund der Mangellage bei Gas Kohlekraftwerke zeitweise wieder aktiviert werden, sind die Weichen für eine nachhaltige Energiewirtschaft gestellt. Langfristig sollen erneuerbare Energien die fossilen Energieträger ersetzen. Bis 2050 werden rund 60 % am Bruttoendenergieverbrauch und 80 % am Bruttostromverbrauch angestrebt. Aktuell stammt der Anteil unserer Elektrizität in Deutschland zu etwa 50 % aus erneuerbaren Quellen. Tendenziell bleibt es also nicht beim Alten.

REiF genügend Energie da?

Der eingeschränkte Gasimport betrifft Privathaushalte, vor allem aber auch Gewerbebetriebe mit höherem Bedarf sowie die Stromerzeugung. Wo es möglich ist, wird Biomethan statt Erdgas eingesetzt. Derzeit sind noch Erdgasreserven verfügbar, aber wie lange? Ob Energie in der nächsten Zeit ausreichend ist, hängt aber auch davon ab, wie viel Energie wir einsparen können, welche Gasmengen wir erhalten, ob Strom aus Windkraft und Photovoltaik vorhanden ist oder wie kalt der Winter wird. Insgesamt werden wir voraussichtlich mit weniger Energie auskommen müssen, bis Alternativen greifen.

REiF Gut aufgestellt beim Klimaschutz

Deutschland macht sich bislang gut beim Klimaschutz. Mit dem Ausstieg aus der Atomkraft bis Ende 2022 und der Verpflichtung zum Kohleenergieausstieg kommen wir bei der Umstellung auf eine nachhaltigere Energiewirtschaft voran. Auch bei der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien ist Deutschland im internationalen Vergleich gut aufgestellt. Rosenheim setzt bei erneuerbaren Energien auf Wasserkraft, Biomasseheizkraftwerk und Biomethan sowie PV-Stromerzeugung. Bis 2025 möchten die Stadtwerke die Stadt Rosenheim nahezu CO2-neutral mit Strom und Fernwärme versorgen.