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BiomassevergasungEnergie aus Holz: Das Rosenheimer Verfahren zur Holzvergasung

Seit Jahrhunderten ist Holz eines der wichtigsten Wirtschaftsgüter unserer Region. Da liegt es nahe, dass wir diesen nachwachsenden Rohstoff auch zur Energieerzeugung nutzen. Allerdings nicht, indem wir Holz in einem Heizkessel oder einem Heizkraftwerk verbrennen – diesen Weg halten wir für nicht effizient genug. Wir haben stattdessen ein Verfahren entwickelt, das den Energiegehalt von Holz deutlich besser ausschöpft: das Rosenheimer Verfahren zur Holzvergasung. Damit gewinnen wir aus dem Holz zunächst ein brennbares Gas. Mit diesem Brennstoff erzeugen wir dann mit hoher Effizienz in modernen Gasmotoren Strom und Wärme.

Vorreiter in der Holzvergasung

Entwicklerteam, Biomassevergasung, Stadtwerke RosenheimWir sind bei der Entwicklung eines Holzvergasers in den letzten Jahren sehr weit vorangekommen. Einen ersten 50-Kilowatt-Vergaser samt BHKW haben die Stadtwerke bereits erfolgreich in den Dauerbetrieb genommen. Bis spätestens 2017 werden wir mehrere Anlagen in den Dauerbetrieb nehmen. Zusammen sollen sie eine elektrische Leistung von zwei Megawatt erzielen und Strom und Wärme für Rosenheim produzieren. Das große Interesse anderer Stadtwerke an unserer Arbeit zeigt uns, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind!

Grüne Ergänzung zur Windkraft und Photovoltaik

Fernwärme der StadtwerkeBis 2025 planen die Stadtwerke eine Leistung von zwölf Megawatt auf Basis der Holzvergasung aufzubauen. Denn im Energiekonzept für Rosenheim haben wir uns vorgenommen, unsere Stadt bis dahin klimaneutral mit Energie zu versorgen. Biomasse soll dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Denn bei Holz und anderen biologischen Reststoffen haben wir kein Speicherproblem. So können wir durch Holzvergasung die schwankende Verfügbarkeit von Windkraft und Photovoltaik optimal ergänzen – und das mit einer sprichwörtlich nachwachsenden Energiequelle.

Technologie mit Geschichte

Erste Methoden zur Holzvergasung wurden bereits in den 1930er- und 1940er-Jahren eingesetzt, um damit einen Kraftstoff für Autos, Lkws und sogar Lokomotiven herzustellen. In den folgenden Jahrzehnten geriet sie aber in Vergessenheit. Mit der Suche nach zukunftsfähigen, wirtschaftlich sinnvollen Energiequellen haben die Stadtwerke Rosenheim das altbewährte Verfahren aufgegriffen und an die Anforderungen der Gegenwart angepasst.

Verschwelen statt verbrennen

Biomassevergasung im Vergleich zur VerbrennungBei der Vergasung wird das Holz nicht verbrannt, sondern bei Temperaturen von bis zu 1.000 Grad unter geringer Luftzufuhr in ein brennbares Gas, das Holzgas, umgewandelt. Dieses Holzgas enthält unter anderem Kohlenmonoxid, Wasserstoff und Methan. Mit einem Staubfilter wird dieses Gas gereinigt. Als Produkt aus diesem Prozess erhalten wir einen klimaneutralen Brennstoff.

Strom und Wärme aus CO2-neutraler Energie

Wir werden mit dem Holzgas in hocheffizienten Gasmotoren Strom erzeugen. Die dabei anfallende Wärme leiten wir in unser Fernwärmenetz. Auf diese Weise versorgen wir Rosenheimer Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen CO2-neutral mit Energie.

Prima Klima mit Holzenergie

KlimaschutzHolz gilt als klimaneutral, weil bei der Verbrennung nur so viel Kohlendioxid freigesetzt wird, wie der Baum zuvor der Atmosphäre entnommen hat. Zudem lässt sich der Rohstoff Holz gut transportieren und lagern. Gute Gründe für uns, in eine innovative Anlagentechnologie zu investieren, mit der wir Holz besonders effizient nutzen können!


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