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„Ausbau heimischer Energieerzeugung dringend notwendig“

Staatsminister Hubert Aiwanger zu Besuch bei den Stadtwerken Rosenheim

Heimische Energieträger und –anlagen müssen ausgebaut werden, wenn eine eigenständige bayerische Stromversorgung nachhaltig gesichert werden soll. Diese Überzeugung brachte der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bei einem Besuch der Stadtwerke Rosenheim am Mittwoch (04.09.2019) deutlich zum Ausdruck. Der Minister zeigte sich beeindruckt von der energiepolitischen Strategie der Stadtwerke Rosenheim, den bisher ergriffenen Maßnahmen zur Senkung der CO2-Emmissionen in der städtischen Strom- und Wärmeversorgung und attestierte dem energiepolitischen Kurs der Stadtwerke Vorbildcharakter.

Konsequente Umsetzung und sinnvolle Investitionen

Der Geschäftsführer der Stadtwerke Rosenheim, Dr. Götz Brühl, erläuterte den konsequenten Einsatz der Kraftwärmekopplung (KWK) mit aktuell fünf Gasmotorenanlagen und dem Müllheizkraftwerk zur Versorgung des Stadtgebiets. In den Ausbau des Fernwärmenetzes wurden in den letzten zehn Jahren rund 50 Mio. Euro investiert. „Der Ausbau der hochflexiblen KWK-Anlagen ist ein wichtiger Beitrag für ein künftiges Energiesystem, das schnell und bedarfsgerecht zuschaltbare Energieerzeugungsanlagen benötigt. Der Erzeugungspark der Stadtwerke ergänzt die volatilen Einspeisungen von Wind und Sonne ideal und leistet damit einen wichtigen Beitrag, um schwankende Erzeugungsmengen von Wind- und Photovoltaikstrom auszugleichen", so Brühl. Genauso verhält es sich nach seinen Worten mit den Anlagen im virtuellen Kraftwerk der Stadtwerke. Über 140 Biogasanlagen werden von der Zentrale in Rosenheim aus gesteuert. „Abhängig vom Strombedarf des Marktes werden diese Anlagen an- und abgefahren und bieten damit eine Win-Win-Situation für die Stadtwerke Rosenheim, die Anlagenbetreiber und die Versorgungssicherheit im Stromnetz", zeigte sich Dr. Brühl von dieser Technologie überzeugt.

Biogasverstromung – ein Träger des Energiesystems

Im Gedankenaustausch des Ministers mit den Vertretern der Stadt, der Stadtwerke, der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim – Chiemsee eG und dem Fachverband Biogas wurde deutlich, dass die Zusammenarbeit mit den Landwirten bei der Biogaserzeugung mit den Stadtwerken Rosenheim sehr erfolgreich funktioniert. Christian Bürger, Agrardirektor der Volksbank Raiffeisenbank plädierte für eine wichtigere Rolle der Biogastechnologie im künftigen Energiesystem. Staatsminister Aiwanger teilte diese Einschätzung. „Zusätzlich muss auf allen Ebenen mehr für das Image der Biogasverstromung getan werden", so eine Forderung Aiwangers. Der Vertreter des Fachverbandes Biogas, Christian Rinser, bekräftigte, dass Biogas einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung der landwirtschaftlichen Betriebe darstellt und gerade im Raum Rosenheim eine kleinteilige und dezentrale, dafür aber sehr stabile Struktur vorherrscht. „Zudem steht die Biogaserzeugung für eine hohe Wertschöpfung in der Region", so Rinser.

Richtiger Umgang mit dem Rohstoff Holz

Laut Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Brühl steht der Rohstoff Holz im Mittelpunkt eines mit hohem Einsatz vorangetriebenen Technologieprojekts: der großtechnischen Holzvergasung. „Die Stadtwerke Rosenheim beschäftigen sich seit 12 Jahren mit der Forschung und Entwicklung dieser Technologie. Inzwischen stehen gute und effiziente Anlagen zur Verfügung, die z.B. in Brixen in Südtirol erfolgreich im Einsatz sind", so Brühl. „Speziell die Nutzung von Alt- und Restholz, das bei uns reichlich vorhanden ist, sollte wieder stärker vorangetrieben werden", regte der Stadtwerke-Geschäftsführer an.

 

PM StM Aiwanger 201909

Teilnehmer am Gedankenaustausch bei den Stadtwerken Rosenheim – von links:
Michael Posch (Landwirt in Hochstätt), Christian Bürger (Agrardirektor Volksbank Raifeisenbank Rosenheim Chiemsee eG), Christian Rinser (Fachverband Biogas), Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, Staatsminister Hubert Aiwanger, Dr. Götz Brühl (Geschäftsführer Stadtwerke Rosenheim), Elfi Graß (Wirtschaftsförderung Traunstein), Stefan Erhard (Stadtwerke Rosenheim), Kreis- und Bezirkstrat Sebastian Friesinger, Prof Dr. agr. Heinz Bernhardt (TU München), Prof. Dr. Jörn Stumpenhausen (Hochschule Weihenstephan), Josef Wiedemann (Geschäftsführer BBV Landsiedlung), Gilbert Vogler und Sebastian Ranner (beide Stadtwerke Rosenheim)

Service für die Redaktion

 


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